Das österreichische „Waldviertel“ befindet sich westlich von Wien, nördlich der Donau und war daher nördlich der Grenze des „Römischen Reiches“. Ins Licht der Geschichte kommt die Region als Azzo von Gobatsburg aus dem Rheinland mit seinen Rittern im 11.Jhd. dem Markgrafen Leopold II. nach Österreich folgte. Er ist der Stammvater der „Kuenringer“. Diese Familie machte das Waldviertel urbar. Sie rodeten Wälder, stifteten Klöster, gründeten Städte und bauten Burgen.

Vom Mittelalter an wuchsen die Bevölkerung und der Wohlstand stetig und erreichte in der Renaissancezeit (Reformation) seinen Höhepunkt was noch immer an alten Stadtkernen (Weitra, Eggenburg) sichtbar ist. Während der Gegenreformation wurden einheimische Adelige und vor allem viele Bürger vertrieben. Nun stagnierten zwar die Städte aber die Klöster (Zwettl, Altenburg, Geras, Melk, Göttweig) wurden zu mächtigen „Palästen des Glaubens“ ausgebaut.
Anfang des 19.Jhd. wuchs wieder der Wohlstand. Es entstanden Wirtschaftsregionen wie „Horologenland“ Karlstein-Uhrenproduktion, „Bandelkramerland“ Textilindustrie-Groß Siegharts, Glaserzeugung-Nagelberg etc.
1938 wurde mit dem Truppenübungsplatz eine Wunde in die Landschaft und Wirtschaft gerissen. Dem folgten 10 Jahre sowjetische Besatzung und dann ein dahindümpeln am Rande des „Eisernen Vorhangs“. Seit der „Wende“ und vor allem seit der Grenzöffnung sprießen aus eigener innovativer Kraft wieder Spezialbetriebe.

All das versuche ich in den drei Bänden: „Waldviertel Kuenringerland“, „Waldviertel Mannhartsberg“ und „Waldviertel-Wachau“ in Bildern und Texten darzustellen. Die Fotos zeigen die Romanik der weitgehend unberührten Landschaft und die Texte erklären die historischen Geschehnisse.
Geschichten, Sagen und Rezepte ergänzen das Bild des WALDVIERTELS